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Desenlabore

Ein genauerer Blick auf die Geschichten, die zählen

Welt/Puerto Rico

Er fotografierte seine Frau am Strand … und traute seinen Augen nicht

Carmen und Rafael aus Puerto Rico erwarteten ihr erstes Kind. Die Schwangerschaft näherte sich dem letzten Monat, und die werdenden Eltern versuchten, so viel Zeit wie möglich miteinander zu verbringen – bei ruhigen Spaziergängen und Sonnenuntergängen am Meer.

Von Redaktion Desenlabore 2 Min. Lesezeit

Illustration: ein ruhiger Strand bei Sonnenuntergang, im Vordergrund ein kleiner, halb im Sand versteckter Skorpion. Keine Personen.
Illustration: Desenlabore

An einem dieser warmen Abende holte Rafael seine Kamera hervor. Er wollte das Lächeln seiner Frau festhalten, ihr glückliches Gesicht und die Zärtlichkeit dieses Moments der Vorfreude. Carmen setzte sich in den Sand, richtete ihr Kleid und posierte für die Kamera. Alles wirkte friedlich.

Das Fotoshooting war schnell vorbei, und das Paar fuhr nach Hause.

Ein dunkler Umriss im Sand

Erst später, beim Durchsehen der Bilder, fiel Rafael etwas Seltsames auf.

Auf einem der Fotos war ganz nah bei Carmen deutlich ein dunkler Umriss im Sand zu erkennen.

Als er genauer hinsah, erkannte er: Es war ein Skorpion.

Ein Skorpion unterwegs. Video: Andreas Tsantakis / YouTube. Gefilmt auf Gavdos, Griechenland; keine Aufnahme vom Fotoshooting von Carmen und Rafael.

Der Skorpion war nur wenige Zentimeter von der Hand seiner Frau entfernt.

Rafael stellte sich vor, was hätte passieren können, wenn Carmen ihre Hand etwas weiter gesenkt oder versehentlich den Sand neben sich berührt hätte.

Ein Skorpionstich kann schmerzhaft und je nach Art gefährlich sein. In der Schwangerschaft war das ein Risiko, das keiner von beiden je hätte eingehen wollen.

Zum Glück bemerkte Carmen die Gefahr nicht und posierte ruhig weiter, während ihr Mann fotografierte.

Als Rafael ihr das Bild zeigte, wurde sie blass.

Beide waren unendlich erleichtert, dass alles gut ausgegangen war.

Von diesem Tag an nahm sich Rafael vor, vorsichtiger zu sein und nie zu vergessen, dass selbst ein vertrauter Strand unerwartete Gefahren bergen kann.